Immer auch ein politischer Impuls“ –
Der Komponist Juan Allende-Blin im Gespräch mit Christian Esch

  • Programm

    Grußwort von Ralph Zinnikus, Kulturdezernent der Bezirksregierung Düsseldorf
    Gespräch zwischen Dr. Christian Esch und Juan Allende-Blin

  • Musik

Juan Allende-Blin: Transformations IV (1960)

Pedro Humberto Allende-Saron:
Etüde Nr. 1 (1922)
Etüde Nr. 2 (1923)
Etüde Nr. 4 (1920)

Juan Allende-Blin: Resonanzen, Miniatur (2011, Uraufführung)

Juan Allende-Blin: Transformations IV

Claude Debussy: Feux d’artifice (aus: Préludes, 2ème livre, 1913)

Martin von der Heydt, Klavier
Christian Esch, Klavier (Resonanzen)

  • Ausstellung

    Fotos aus dem Archiv von Juan Allende-Blin und Gerd Zacher

 

Der Komponist und Publizist Juan Allende-Blin ist eine singuläre Erscheinung im deutschen Musikleben mit einem reich gegliederten Werk. Vor 90 Jahren in Santiago de Chile geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet er seit 1951 in Deutschland, seit 1971 in Essen.

Rechtzeitig zu seinem 90. Geburtstag am 24. Februar ist jetzt ein Buch mit Gesprächen zu Leben und Werk des Komponisten im Kamprad Verlag erschienen: „Immer auch ein politischer Impuls“.

In dem neuen Buch widmen sich die Musikwissenschaftler Christian Esch und Frank Schneider mit jeweils eigenen Kapiteln und Ansätzen der Person, der Zeitzeugenschaft und dem Werk Allende-Blins. Dabei werden Leben und Wirken des Komponisten und Zeitzeugen durch zahlreiche Gespräche zu erhellenden Zeugnissen der Neuen Musik und der Geschichte des 20. Jahrhunderts. An vielen Schauplätzen begegnete der Komponist außerdem zahlreichen markanten und bedeutenden Zeitgenossen in West und Ost. Bei gesprächsweiser Einbeziehung der Perspektive des Komponisten konzentrieren sich eine Reihe von musikalischen Betrachtungen auf Kammermusik, Klangcollagen und radiophone Kompositionen Allende-Blins.

Das praktische und publizistische Engagement des Künstlers galt insbesondere der Exilforschung, durch die viele vom Nationalsozialismus und Stalinismus verdrängte und vergessene Komponisten ins Gedächtnis gerückt und für die Zukunft darin verankert wurden.